Karl-Abraham-Vorlesung

Zum Geburtstag Karl Abrahams, dem Namensgeber des BPI, findet jedes Jahr Anfang Mai die Vorlesung eines renommierten Psychoanalytikers statt.

Für den 14. Mai 2017 ist  Dr. Anna Bentinck van Schoonheten aus Amsterdam eingeladen. Sie spricht über: „Karl Abraham und sein Platz in der Geschichte der Psychoanalyse“ – der Vortrag findet in deutscher Sprache statt.
Die Vorlesung findet wie gewohnt um 11 Uhr im ICI Berlin, Christinenstr. 18/19, Haus 8 (Gelände Pfefferberg), 10119 Berlin statt.
Hier finden Sie weitere Informationen dazu.

Die Karl-Abraham-Vorlesung ist eine regelmäßige öffentliche Veranstaltung zum Geburtstag von Karl Abraham, jedes Jahr an einem Sonntag im Mai. Zu diesem Anlass werden international renommierte Psychoanalytiker und Wissenschaftler eingeladen.

Ein Überblick über die bisherigen Vorlesungen:

    1. 1993  Ilse Barande (Paris): Karl Abraham in seiner und unserer Zeit
    2. 1994  Leonard Shengold (New York): Freud, Fließ und Abraham
    3. 1995  Ronald Britton (London): Wirklichkeit und Unwirklichkeit in Phantasie und Dichtung
    4. 1996  Paul Ries (Cambridge): Geheimnisse einer Seele: Wessen Film und wessen Seele?
    5. 1997  André Haynal (Genf): Freud und kein Ende…
    6. 1998  Edna O’Shaugnessey (London): Die Beziehung zum Über-Ich
    7. 1999  Martin S. Bergmann (New York): Der Konflikt zwischen Aufklärung und Romantik im Spiegel der Geschichte der Psychoanalyse
    8. 2000  Juliet Mitchell (Cambridge): »Seitwärts schauen«. Die Psychoanalyse und das Problem der Geschwisterbeziehung
    9. 2001  James M. Herzog (Newton): Vatersehnsucht in der Entwicklung und der analytische Spielraum
    10. 2002  Hermann Beland (Berlin): Selbst-Bestimmung. Zum Mechanismus der kritischen Einsetzung herrschender Bedeutungen (Strukturen)
    11. 2003  Ilse Grubrich-Simitis (Frankfurt/M.): Die ausgeblendeten Hörner. Zu Freuds Essay über den Moses des Michelangelo
    12. 2004  Daniel H. Widlöcher (Paris): Zeit des Zuhörens, Zeit der Deutung
    13. 2005  Gerhard Fichtner (Tübingen): Übertragung. Zur Archäologie eines Freudschen Begriffs
    14. 2006  Peter J. Loewenberg (Los Angeles): Freud und der Erste Weltkrieg – aus den tiefsten Schichten seiner Selbstanalyse
    15. 2007  Margret Tönnesmann (London): Theoretische und klinische Entwicklungen in der »Independent Tradition« der Psychoanalyse
    16. 2008  Anton O. Kris (Boston): Verlernen und Erlernen der Psychoanalyse
    17. 2009  Rosine Jozef Perelberg (London): Ein Vater wird geschlagen: Konstruktionen in der Analyse männlicher Patienten
    18. 2010  Fred Busch (Boston): Zur Frage der Entwicklung einer psychoanalytischen Denkweise: Psychoanalytisches Wissen und Erkennen als Prozeß
    19. 2011  Joachim Küchenhoff (Basel): Über Veränderbarkeit und ihre Grenzen
    20. 2012  Laurence Kahn (Paris): »Verbohrt, extrem, sehr sonderbar«. Aktualität der Metapsychologie und Durcharbeiten der Übertragung
    21. 2013  Joachim F. Danckwardt (Tübingen): Von ›Jenseits des Lustprinzips‹ zur ›Banalität des Bösen‹ – Weitere Bruchstücke zu Sigmund Freuds Lebens-Todestriebhypothese
    22. 2014  Gerhard Dahl (Berlin): Phantasie oder Realität? »Ich gebe zu, daß diese Frage die heikelste der ganzen psychoanalytischen Lehre ist.« (Freud, 1918b) Karl Abrahams Beitrag zur Weiterentwicklung der psychoanalytischen Lehre
    23. 2015  Dominique Scarfone (Montreal): Die Übertragung und die Realität der Botschaft (hier finden Sie weitere Informationen)
    24. 2016  Howard B. Levine (Massachusetts): Die fundamentale epistemologische Situation. Psychische Realität und die Grenzen der klassischen Theorie (auch hier weitere Informationen)

Die Vorlesungen sind überwiegend in der Zeitschrift Jahrbuch der Psychoanalyse veröffentlicht. Seit 2010 finden sie in Kooperation mit dem ICI Berlin statt.
Literatur:
L.M. Hermanns (2009): Die Berliner Karl-Abraham-Vorlesungen 1993-2008. DPV-Informationen Nr. 50, 11-12.